
Das FACEBOOK-Portal „Geiselhöring bleibt bunt“ ist als erste Anlaufstelle für den neuen Helferkreis reaktiviert worden – Interessierte können sich hier anmelden und die neusten Infos abrufen.
Helferkreis wird unter Führung der Stadt Geiselhöring reaktiviert
Bei der Öffentlichen Sitzung des Geiselhöringer Stadtrats am 1. Juli 2025 stand der Antrag von SPD-Stadtrat Ludwig Kerscher „Einrichtung eines Helferkreises für Geflüchtete“ (Vorlage: HA/017/2025) auf der Tagesordnung und wurde mit 12 zu 4 Stimmen angenommen.
Bei der 2. Dialog-Veranstaltung des Jahres 2025 in der Taverne Korfu befasste sich die Geiselhöringer SPD mit dem aktuellen Thema „Asylunterkunft in Geiselhöring - Ängste abbauen – der Hetze entgegentreten“. Eine große Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger jeden Alters fühlte sich angesprochen und erklärte sich bereit, eine neuen Helferkreis zu bilden. Bereits 2014/2015 bestand in Geiselhöring ein von der Stadt organisierter Helferkreis. Diese Betreuung hat u.a. dafür gesorgt, dass die Integration der damaligen Asylbewerber so gut und reibungslos funktioniert hat. Da im Laufe der Jahre keine Helfer mehr benötigt wurden, hat sich der Helferkreis aufgelöst.
Helferkreis sorgte schon 2014/15 für reibungslose Integration
„Wir sehen die gesellschaftliche Verpflichtung zur Unterbringung und zum Schutz von Geflüchteten“, erklärte Ortsvorsitzende Barbara Kasberger im April 2025. Dabei müsse Hass, Gewalt und Hetze, Intoleranz, Rassismus, Diskriminierung und der Ablehnung demokratischer Werte strikt entgegengetreten werden. Dies bezog sich vor allem auf die Initiative „Für ein friedliches Geiselhöring“, welche mit grenzwertigen Behauptungen und Drohungen gegen eine geplante Asylbewerberunterkunft am Bahnhof Stimmung macht und Ängste schürt. „Wir setzen uns konstruktiv mit der Asylfrage auseinander und suchen nach Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger aber auch für die Asylbewerber. Das heißt“, so Kasberger weiter, „dass bei der Umsetzung der Asylunterkunft die von den Bürgern bereits geäußerten Sorgen ernst zu nehmen sind“.
Fraktionsübergreifender Appell gescheitert
Für einem Appell an die Stadt, einen entsprechenden Helferkreis zu bilden und umfassend zu unterstützen, dem Aufruf an die Vereine der Stadt, Flüchtlinge aufzunehmen und im Vorfeld alles Erdenkliche zu klären, um die Situation zu entschärfen, hatten sich die SPD-Stadträte Josef Eisenhut und Ludwig Kerscher an die anderen Fraktionen mit der Bitte um Unterstützung gewandt – leider ohne Erfolg. Aus diesem Grund reichte Stadtrat Ludwig Kerscher den Antrag „Einrichtung eines Helferkreises für Geflüchtete“ selbst ein.
Auf alle Fälle vorbereitet
Da der Bauantrag des Baubewerbers noch nicht genehmigt und auch kein Mietvertrag
Abgeschlossen ist, bleibt abzuwarten, wie es mit der Asylunterkunft weitergeht. Auf jeden Fall kann sich ein Helferkreis formieren und dann, mit Unterstützung der Stadt und des Landkreises, schnell auf etwaige Zuweisungen reagieren.
Die Betreuung von zugewiesenen minderjährigen Jugendlichen wird von der Regierung nicht gewünscht.