
Information vor Ort – Bereichsleiterin Grit Hädrich (Mitte) und Verwaltungsleiter Stefan Fuchs (6. v.re.) stellten den Gästen die Intensivstation im Klinikum Bogen vor. Mit dabei (v.l.) Bürgermeisterkandidatin Claudia Ebner, Landratskandidat Oskar Saller, Carsten Träger, MdB, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern, Christoph Schmid, MdB, Verteidigungspolitischer Sprecher, Pflegedienstleiterin Silvia Huber und Matthias Dornhuber, stellv. Vorsitzender der BayernSPD.
Klinik Bogen wir nun Thema in Berlin
SPD-Landratskandidat Oskar Saller fordert politisch verantwortungsvolles Handeln der CSU
Nachdem SPD-Landratskandidat Oskar Saller vor 10 Tagen dem Verteidigungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Christoph Schmid den Sachstand der Klinik Bogen und seine Idee für eine Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) darstellte, besuchte dieser am Aschermittwoch die Klinik Bogen, um sich persönlich ein Bild vor Ort zu machen. Es begleiteten ihn Carsten Träger, MdB, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion und Matthias Dornhuber, stellv. Vorsitzender der BayernSPD. Saller konnte somit sein Anliegen weiteren landes- und bundespolitischen Schwergewichten in der SPD nahebringen. Verwaltungsleiter Stefan Fuchs, Pflegedienstleiterin Silvia Huber und die Bereichsleitung Intensivstation, vertreten durch Grit Hädrich, stellten dabei die Klinik vor. Die beiden Bundespolitiker stellten Saller einen Termin in Berlin zur Präsentation seiner Idee in Aussicht.
„Neben der Intensivstation ist auch die durchgehend besetzte Notaufnahme in Gefahr, geschlossen zu werden“, so Verwaltungsleiter Stefan Fuchs zu den Zukunftsaussichten der Klinik Bogen. Sollte das von der Bayerischen Staatsregierung in Auftrag gegebene Struktur-Gutachten, dessen Ergebnis für August 2026, erwartet wird, eine Abwertung der Klinik vorsehen. Matthias Dornhuber, stellv. Vorsitzender der BayernSPD, kritisierte in diesem Zusammenhang die Staatsregierung, die ihrer originäre Aufgabe zur Erstellung eines Krankenhausplanes seit Jahren nicht nachkomme und sich nun hinter einem Gutachten verstecke. „Wenn das Gutachten es so hergibt, kann man die Schuld für eine Abwertung bzw. Schließung darauf abwälzen. Politisch verantwortungsvolles Handeln sieht anders aus“, so Dornhuber. Dieser Kritik schloss sich Landratskandidat Oskar Saller an und erweitere sie auch auf den Landkreis: „Hier wird ebenso auf Zeit gespielt! Wenn das Gutachten negativ ausfällt, wäscht der Landrat seine Hände in Unschuld!“
Versorgung der Bevölkerung garantiert
Saller will sich damit nicht zufriedengeben und alles versuchen die Klinik in der jetzigen Form und somit die sichere Gesundheitsversorgung für die Menschen vom vorderen bayerischen Wald bis weit in den Gäuboden zu retten. Pflegedienstleiterin Silvia Huber verwies dazu auf das bestens ausgebildeten Fachpersonal und die geringe Fluktuation im Personalstand. All dies und die gute technische Ausstattung hätten in der CORONA-Pandemie die umliegenden überlaufenen Krankenhäuser entlastet und der Bevölkerung eine sichere Versorgung garantiert, ergänzte Stefan Fuchs. Bei schwierigen Lagen, wie Wetterkatastrophen oder größeren Unfalllagen würde die Klinik mit Notaufnahme und Intensivstation gebraucht.
Medizinische Versorgung der zukünftig zahlreicheren Soldaten unzureichend
Verteidigungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Christoph Schmid bestätigte, dass die umliegenden Kasernen mit bis zur 3-fachen Personalstärke aufgestockt werden sollen und dass die medizinische Versorgung der Soldaten durch die fünf ausgewiesenen Bundeswehr-Krankenhäuser schon heute unzureichend sei. Für ganz Südbayern stehe nur eine solche Einrichtung in Ulm zur Verfügung, so Schmid. Carsten Träger, MdB, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, stellte dazu klar, dass Deutschland weltweit die beste militärisch-medizinische Versorgung habe, weil eben Bundeswehrkrankenhäuser im Normalbetrieb ausbilden und weiterbilden würden. Leider müsse derzeit festgestellt werden, so Träger weiter, dass die Vorhaltekapazitäten völlig unzureichend und ein Planungsansatz zur Aufstockung nicht absehbar seien.
Beide Bundespolitiker zeigten sich von Sallers Idee zur Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit in Bogen überzeugt und stellten einen zeitnahen Termin in Berlin mit Verteidigungs- und Gesundheitspolitikern in Aussicht. Oskar Saller forderte in diesem Zusammenhang die verantwortlichen in der CSU auf, diese Möglichkeit zur Rettung der Klinik Bogen aufzugreifen und entsprechend zu unterstützen.