Michael Meister!

Folgen des neuen BayKiBiG

Veröffentlicht am 28.07.2026 in Kommunalpolitik

SPD fordert Kita-Schutzschirm für Geiselhöringer Familien

Kerscher und Schmauser wollen Beiträge stabil halten und den Freistaat in die Pflicht nehmen

Die SPD-Stadträte Ludwig Kerscher und Martin Schmauser haben die Vorstandschaft des SPD-Ortsvereins in einer Videokonferenz über ihren Beratungsantrag zur BayKiBiG-Reform informiert. Der Antrag soll spätestens in der Oktober-Sitzung des Stadtrats behandelt werden.

Die Forderung der SPD ist eindeutig: Bevor über höhere Elternbeiträge gesprochen wird, müssen alle Zahlen auf den Tisch. Die Stadt soll offenlegen, wie viel zusätzliche staatliche Förderung tatsächlich bei den Kindertagesstätten ankommt und welche Finanzierungslücke danach noch verbleibt.

Ziel von Kerscher und Schmauser ist es, die bisherige Entlastung von 100 Euro möglichst fortzuführen und die Elternbeiträge auf dem bisherigen Niveau zu halten. Sollte dennoch eine Lücke entstehen, soll sie nicht pauschal auf die Familien abgewälzt werden.

Deshalb beantragen die beiden Stadträte einen kommunalen Kita-Schutzschirm. Er soll drei zentrale Sicherungen enthalten: keine Mehrbelastung für Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen, eine Geschwisterermäßigung für Familien mit mehreren betreuten Kindern und eine Härtefallregelung, damit kein Kind aus finanziellen Gründen weniger Betreuung erhält. Zusätzlich soll die finanzielle Lage jedes Jahr neu bewertet werden.

„Die Familien dürfen nicht die Leidtragenden einer Reform sein, deren tatsächliche Folgen vor Ort noch gar nicht vollständig feststehen“, betonen Kerscher und Schmauser. „Unser Ziel ist klar: Beiträge stabil halten, soziale Härten verhindern und erst auf Grundlage verlässlicher Zahlen entscheiden.“

Die SPD verlangt zugleich, dass Geiselhöring den Freistaat stärker in die Verantwortung nimmt. Die Betriebskosten der Kindertagesstätten müssten dauerhaft auskömmlich finanziert werden. Langfristig müsse der Weg zu schrittweise gebührenfreien Kindergärten führen.

Die Vorstandschaft des Ortsvereins unterstützte den Antrag. Die SPD verbinde damit eine klare Linie: Familien schützen, Transparenz schaffen und die Rechnung nicht bei der Kommune abladen.

Homepage SPD Geiselhöring

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