Michael Meister!

KI-Regionalzentrum

Veröffentlicht am 03.02.2026 in Wahlen

Titelbild - natürlich KI-generiert!

 

Vom Pergament zum Algorithmus

Landratskandidat Saller stellt seine Idee zum KI-Regionalzentrum in Oberalteich vor

Der SPD-Landratskandidat Oskar Saller versprach bei seiner Nominierung, das Landratsamt zum „modernsten Dienstleister Bayerns“ zu machen - digital und effizient. Für Saller heißt das, dass „die digitale Zukunft nicht in den Metropolen enden soll – sie soll auch im Landkreis Straubing-Bogen für die Bürger beginnen“. Die Verwaltungen in den Kommunen des Landkreises müssen die demografischen Herausforderungen meistern, Vertrauen stärken und ihre Handlungsfähigkeit sichern – für eine moderne, leistungsfähige Verwaltung im digitalen Zeitalter. Wie er dies schaffen will, hat er nun in einem Projektentwurf für ein KI-Regionalzentrum zusammengefasst.
 

„Immer mehr Menschen wünschen sich einen einfachen und schnellen Zugang zu behördlichen Dienstleistungen über das Internet“, so Saller. Künstliche Intelligenz (KI) könne den Arbeitsalltag in der Verwaltung effizienter gestalten und die Mitarbeiter entlasten. KI vereinfache Routineaufgaben und schaffe Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten.

Wie Studien belegen, sind die Einsatzmöglichkeiten von KI in der öffentlichen Verwaltung noch größer als in der freien Wirtschaft. So könnten z.B. 82% der Arbeitsplätze in Behörden vom Einsatz KI profitieren. So können einfache Prozesse durch KI effizienter werden, wie z.B. die Kommunikation mit den Bürgern oder die Bearbeitung von Formularen. Doch auch komplexere Aufgaben, wie Genehmigungsverfahren oder Risikoabschätzungen sind durch KI schneller und sicherer zu bearbeiten.

„Der zielgerichtete Einsatz von KI sorgt also für mehr Effizienz, für eine Entlastung des Personals und auch für mehr Vertrauen gegenüber der öffentlichen Verwaltung, die so in der Lage ist, den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht zu werden“, zeigt sich Oskar Saller überzeugt. Durch die Automatisierung von Prozessen könnten interne Abläufe optimiert werden, was zu schnelleren Reaktionszeiten und geringeren Wartezeiten führe. Wenn außerdem auch Datenschutz und Datensicherheit durch den Einsatz passender Technologien berücksichtigt würden, stehe einer modernen, zukunftssicheren und bürgernahen Verwaltung nichts mehr im Wege, so Saller weiter.

Zentrales KI-Reallabor in der Region

Um das Potenzial von KI in der öffentlichen Verwaltung zu heben, sei der Aufbau praktischer KI-Kompetenz besonders wichtig. Neben Fortbildungen sollte ein zentrales KI-Reallabor in der Region dafür genutzt werden.  Dieses fördere Innovationen und einen pragmatischen regulatorischen Lernprozess. Die umliegenden Stadt- und Gemeindeverwaltungen, insbesondere im eigenen Landkreis, sollten einen einfachen Zugang dazu erhalten, um durch praxisnahe Anwendungen ein besseres Verständnis von KI zu entwickeln und diese auch vor Orte einsetzen zu können.

Die Vereinfachung der Regulierungserfüllung sei ein weiterer Bereich, der angegangen werden müsse. Angesichts hoher regulatorischer Anforderungen z.B. durch die EU-KI-Verordnung oder der DSGVO sei der schnelle Zugang zu einfachen und praxistauglichen Best-Practice-Anleitungen für den KI-Einsatz in der öffentlichen Verwaltung essenziell. Außerdem brauche es einen ordnungspolitischen Rahmen zur Stärkung der digitalen Souveränität in Form des verpflichtenden Einsatzes nationaler oder zumindest europäischer KI-Anwendungen in kritischen Bereichen.

Virtuelle Rathäuser in der Region

KI werde die Bündelung kommunaler Aufgaben vorantreiben und ortsunabhängige Dienstleistungen ermöglichen. Virtuelle Rathäuser oder Smartphone-Services müssten die Norm werden. Entsprechende Aufgabenteilung und kommunale Zusammenarbeit kann dazu beitragen, das Vertrauen in die staatliche Handlungsfähigkeit wieder zu stärken“, stellt Saller klar.

Für ihn, so der SPD-Landratskandidat, stehe Effizienz im Mittelpunkt. Der Fokus vieler Anwender liege auf der Generativen KI, also der Erstellung von Texten, Bildern oder Videos. Doch gerade Anwendungsfelder wie Datenanalyse, Prozessautomatisierung oder die Optimierung von Abläufen sind bevorzugte Einsatzgebiete – der Einsatz von KI ziele hier klar auf die Steigerung von Geschwindigkeit und Effizienz. Aber auch eine höhere Produktivität und zufriedenere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen seien seine Motivation, fügt Saller an. KI kann an vielen Stellen in der Verwaltung positiv wirken. Neben Finanzkennzahlen sei auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ein wichtiges Messkriterium, insbesondere für die Landkreiskommunen, die sich zudem eine Kostensenkung erhoffen.

„Der Landkreis braucht einen zentralen KI-Hotspot“   

                                                                                                                 
Vor allem in der praktischen Anwendung fehle es jedoch häufig noch an Fachwissen und abgestimmten Prozessen. Dafür brauche es für die kommende Legislaturperiode höhere Budgets für die Implementierung von KI-Lösungen. Saller wirft hier den Fokus zuerst auf das bayerische Programm „KI-Transfer Plus“ um sein Zukunftsprojekt zu finanzieren – „doch wenn das nicht klappt, kann der Landkreis das auch alleine stemmen“, zeigt sich der Landratskandidat überzeugt.

Und einen Standort für dieses KI-Regionalzentrum gibt es, wenn es nach Saller und der SPD geht, auch schon. Aufgrund der geografischen Lage, aber auch wegen der historischen Geschichte, ist die ehemalige Klosteranlage Oberalteich als Standort für ein dieses Zukunftsprojekt auserkoren worden. Oberalteich eigne sich aus Sicht der LandkreisSPD in besonderer Weise als Standort: historisch geprägt als Ort der Gelehrsamkeit durch die einst bedeutende Klosterbibliothek und zugleich strategisch günstig gelegen zwischen den Wissenschaftsstandorten TUM Straubing und Technische Hochschule Deggendorf. Oskar Saller dazu: „Mit einem KI-Regionalzentrum können wir diese Tradition in die Gegenwart übersetzen – vom Pergament zum Algorithmus“.

Oskar Saller sieht dabei auch die Möglichkeit zur digitalen Rückführung der historischen Klosterbibliothek Mithilfe von KI-gestützter Texterkennung und virtueller Rekonstruktion. „So könnten die heute in München gelagerten Bestände digital an ihren Ursprungsort zurückkehren und für Bürger, Schulen und Forschung neu erschlossen werden“.

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