
Keine Trasse „Haindling-Nord“ – SPD fordert Neustart bei der Verkehrsplanung
Die SPD-Fraktion im Geiselhöringer Stadtrat fordert das Aus für die geplante Ortsumgehung Geiselhöring–Hirschling über die Trasse „Haindling-Nord“. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion nun nach ihrer gemeinsam mit dem Ortsverein abgehaltenen Klausurtagung am vergangenen Wochenende eingereicht.
Dabei schließt sich die SPD ausdrücklich dem bereits vorliegenden Antrag der Freien Wähler an. Gleichzeitig möchte die Fraktion den Fokus stärker auf die Entwicklung einer gemeinsamen Verkehrslösung für den gesamten westlichen Landkreis Straubing-Bogen legen.
„Wir unterstützen den Vorstoß der Freien Wähler, weil die vorliegende Trasse aus unserer Sicht keine zukunftsfähige Lösung darstellt. Gleichzeitig wollen wir die Diskussion öffnen und gemeinsam mit dem Landkreis, den Nachbargemeinden und dem Staatlichen Bauamt nach tragfähigen Alternativen suchen“, erklärt SPD-Stadtrat Ludwig Kerscher.
Als wesentliche Gründe für die Ablehnung nennt die SPD die erheblichen Eingriffe in Natur, Landschaft und Eigentum sowie die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger in Haindling und Geiselhöring-Ost. Auch die Auswirkungen auf den Naherholungsraum zwischen Geiselhöring und Haindling sowie offene Fragen zum Natur- und Wasserschutz spielten eine wichtige Rolle.
„Vor allem die Menschen in Haindling und am östlichen Stadtrand von Geiselhöring wären unmittelbar von den Folgen der Trasse betroffen. Die Eingriffe stehen für uns in keinem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen“, betont SPD-Stadtrat Martin Schmauser.
Die Geiselhöringer SPD spricht sich stattdessen für eine ergebnisoffene Prüfung alternativer Lösungen aus. Dabei sollen neben der Stadt Geiselhöring insbesondere der Landkreis Straubing-Bogen und die Nachbargemeinden stärker eingebunden werden. Ziel sei ein Verkehrskonzept, das die Anforderungen der gesamten Region berücksichtigt und nicht nur einzelne Teilräume in den Blick nimmt.
Darüber hinaus fordert der SPD-Ortsverein mit der Fraktion die Erarbeitung eines innerörtlichen Verkehrskonzepts für Geiselhöring und seine Ortsteile. Damit könnten nach Ansicht der beiden Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger und Marco Lang bereits kurzfristig Verbesserungen für die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der bestehenden Staats- und Kreisstraßen erreicht werden.
Mit ihrem Antrag fordert die SPD den Stadtrat auf, die Trasse „Haindling-Nord“ abzulehnen und das Staatliche Bauamt Passau aufzufordern, die laufenden Planungen einzustellen. Gleichzeitig soll der Weg für eine gemeinsame und regionale Lösung der Verkehrsprobleme im westlichen Landkreis Straubing-Bogen geebnet werden.