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Machten sich ein Bild von der Situation vor Ort. SPD-Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher (2.v.re.) mit den beiden Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger (2.v.li.) und Marco Lang (li.) sowie Schriftführer Rainer Pasta (re.) am Rettungsstellplatz in Geiselhöring
Rettungsstellplatz in Geiselhöring – seit fast 10 Jahren ein Provisorium
Nach dem Container-Kindergarten nun auch ein Container Stellpatz für den Rettungswagen?
Beim Themenspaziergang der Geiselhöringer SPD anfangs der Woche stellten Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher und die beiden Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger und Marco Lang zentrale Punkte des Wahlprogramms der Geiselhöringer SPD vor.
Seit 2017 ist der BRK-Rettungsstellplatz im alten Bauhof hinter dem alten Feuerwehrhaus untergebracht. Weder die Garage, noch die Dienst-, Sanitär- und Ruheräume sind ausreichend und auf dem neuesten Stand. Ein Lager gibt es nicht. Auch die „Helfer vor Ort“ (HvO) sind so untergebracht.
„Natürlich ist es nicht die Aufgabe der Stadt, ein neues passendes Quartier zur Verfügung zu stellen - aber so ganz egal darf es den politischen Entscheidungsträgern nicht sein“, so Ludwig Kerscher.
Im neuen TRUST-Gutachten des Innenministeriums wird empfohlen, den Rettungsstellplatz in Geiselhöring von 12 auf 16 Bereitschaftsstunden auszuweiten. Weiter wurde in dem Gutachten gefordert, den Standort zu verlegen (am besten in die Straubinger Straße) um die Orte Sünching, Perkam und Rain schneller erreichen zu können.
Im Rettungswagenstellplatz in Geiselhöring stehen hochqualifizierte Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Rettungsdiensthelfer dann 16 Stunden am Tag zur Durchführung der Notfallrettung und den qualifizierten Krankentransport zur Verfügung. Dieses qualifizierte Personal und damit auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort haben die beste Versorgung und Fürsorge verdient.
Der Rettungszweckverband schreibt demnächst den Betrieb (Personal, Fahrzeug, Stellplatz) in Geiselhöring an Hilfsorganisationen (BRK, Johanniter, ASB, etc.) neu aus.
Die Bieter müssen einen geeigneten Stellplatz nachweisen, der bauliche und technische Anforderungen erfüllt (z. B. Stellfläche 7m x 4,5m, Aufenthaltsraum, Sanitärräume, usw...). Oft wird dabei der kostengünstigste Bieter zum Zug kommen. „Wenn man dabei jedoch die Faktoren der vorhandenen Bereitschaft, den Helfern vor Ort und die durch Geiselhöringer BRK-Mitglieder hohe Ausfallsicherheit außer lässt, zahlen am Schluss womöglich die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Gesundheit“, stellt Ludwig Kerscher klar.
Will Geiselhöring weiterhin mit den Einsatzkräften des BRK zusammenarbeiten und die Notfallversorgung durch die „Helfer vor Ort“ aufrechterhalten, ist es dringend geboten einen geeigneten neuen Standort zu finden oder in Zusammenarbeit mit einem Investor diesen zu erbauen und an das BRK zu verpachten.
Für Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher ist das simple Hinnehmen der Situation nicht zu verstehen. Sollte es kein passendes Standortangebot geben, ist zu erwarten, dass ein günstiger Anbieter einen Stellplatz in Containerbauweise auf die grüne Wiese stellt. Dieses Szenario haben wir bereits beim Kindergarten und verschieben damit die Investitionen nur um ca. 10 Jahre in die Zukunft! „Das kann nicht die Lösung sein“, so Ludwig Kerscher.
Kerscher setzt auf das von ihm versprochene Leerstandsmanagement für Gewerbeflächen (ähnlich geplant auch für den Wohnungsbau) und hat bereits geeignete Objekte im Auge. „Das wird eines meiner ersten Projekte nach der Kommunalwahl sein – in der Verantwortung des Bürgermeisters oder als Antrag im Stadtrat“, so das Versprechen des SPD-Kandidaten.