Michael Meister!

Themenspaziergang VII

Veröffentlicht am 27.02.2026 in Wahlen

SPD-Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher (Mitte) mit den Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger (li.) und Marco Lang (re.) vor dem "Schleusinger-Anwesen"

 

Was wird aus dem Anwesen „Schleußinger-Anwesen“?

Ein weiterer Schandfleck oder zentrumsnahe, günstige Wohnungen? - Kreiswohnungsbau Gesellschaft in die Pflicht nehmen

Beim Themenspaziergang der Geiselhöringer SPD am vergangenen Montag stellten Stadtrat und Bürgermeisterkandidaten Ludwig Kerscher und die beiden Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger und Marco Lang zentrale Punkte des Wahlprogramms der Geiselhöringer SPD vor.

Um eine Flüchtlingsunterkunft für 160 Asylbewerber auf dem ehemaligen „Schleußinger-Anwesen“ an der Straubinger Straße zu verhindern, wurde im Sommer 2025 von der Stadt das Anwesen an der Straubinger Straße 30 und 30a für nicht wenig Geld gekauft.  Um eine andere Nutzung auszuschließen setze die Stadt das innenstadtnahe Areal als Fläche für Gemeinbedarf fest, um dort nach Möglichkeit mittelfristig eine Kindertagesstätte zu errichten.

Alle Stadträte waren sich mit der Stadtverwaltung einig, dass dieses Grundstück eine gute Option für die Erweiterung des Angebots an Kita-Plätzen in der Stadt sei, nachdem hier erneut großer Bedarf festgestellt wurde und das Provisorium im Kath. Pfarrheim nicht mehr weiter bestehen kann. Zier war es, damit eine Möglichkeit zu schaffen, dass die Stadt oder Dritte in Zusammenarbeit mit der Stadt Geiselhöring dort eine Einrichtung zur Betreuung von Kindern schaffen.

Schnell wurde aber klar, dass es vorrangig um die Verhinderung der Asylbewerber-Unterkunft ging, weniger um einen Kita-Neubau. Das Schleusinger-Haus komme wegen seiner baulichen Gegebenheiten und des hohen Sanierungsbedarfs nicht für eine vorübergehende Nutzung als Kita in Frage hieß es plötzlich. Auf dem Gelände sei, wenn dann, ein Neubau möglich, aber in der Kürze der Zeit und aufgrund der angespannten Finanzlage nicht realisierbar.

Schlussendlich wird nun für die Kleinsten eine Container-Anlage am Fußballplatz für die kommenden 10 Jahre mit Herstellungskosten in Höhe von 1,5 Mio. Euro gebaut – anschließend werde man erneut prüfen, ob ein Neubau nötig sei. „Bereits bei den zwei Baumaßnahmen am Kindergarten und für die Kita am Schulhof hatte man nicht die Weitsicht und den Mut eine für die Zukunft ausreichende Baumaßnahme anzugehen und musste jedes Mal nach Fertigstellung erkennen, das ist wieder zu klein“, kritisierte Ludwig Kerscher die Beschlüsse der Vergangenheit.

Sich selbst in Fesseln gelegt!

Doch was passiert nun mit dem riesigen „Schleußinger-Anwesen“, dass man für gutes Geld gekauft hat? 10 Jahre warten kann man nicht, sonst habe man einen ähnlichen Sanierungsfall wie beim Gritsch-Hof. Außerdem habe man sich durch die Änderung des Bebauungsplanes auch noch unnötige Fesseln angelegt, so Kerscher. Es dürfen keine anderen Baumaßnahmen stattfinden, weder Umbauten noch Abrissarbeiten oder Neubauten! Nun bemüht sich die Stadt das Anwesen in die Gebietskulisse „Sanierungsgebiet der Stadt“ zubekommen, nach dem es dem Landkreis auch schon erfolglos als Standort für ein neues Jugendtagungshaus angeboten hat. Nur so kann überhaupt eine Förderung erfolgen. Doch ist das realistisch und nötig? Noch dazu, wenn man keine Idee hat, was daraus werden soll?

Günstigen Wohnraum schaffen mit der Kreiswohnungsbau Gesellschaft

Für Ludwig Kerscher ist die alte Schleusinger-Villa auf jeden Fall erhaltenswert – eines der wenigen Ortsbild prägenden Bauwerke in der Straubinger Straße, so Kerscher. Für ihn als Bürgermeister käme nur eine Sanierung und Bebauung um das bestehende Haus herum in Frage. Hier sieht Kerscher eine Möglichkeit günstigen Wohnraum zusammen mit der Kreiswohnungsbau-Gesellschaft zu schaffen. Diese habe in den vergangenen Jahrzehnten überall gebaut, nur nicht in Geiselhöring, so die Kritik an der kreiseigenen Institution. „Die Größe und die Lage bietet die Möglichkeit eine zentrumsnahe, kostengünstige Mietwohnungsanlage zu erstellen, die sich an dem bestehenden Gebäude anlehnt und das Stadtbild aufwertet“, so die Idee des SPD- Bürgermeisterkandidaten Ludwig Kerscher. Auch am Stadtplatz könnte die Kreiswohnungsbau-Gesellschaft bei der Leerstandsproblematik hilfreich eingreifen und mit Neu- und Umbauten Lösungen für Eigentümer anbieten.


Der SPD-Vorschlag visualisiert: Eine renovierte Senioren-WG-Villa mit Neubauten im Sozialen Wohnungsbau - bezahlbarer Wohnraum in Zusammenarbeit mit der Kreiswohnungsbau-Gesellschaft.

Homepage SPD Geiselhöring

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