Michael Meister!

Geiselhöring bleibt bunt

Veröffentlicht am 30.12.2025 in Allgemein

Christliches Abendland gegen Pluralismus und Moderne

„Geiselhöring bleibt bunt“ warnt vor Ausgrenzung und Manipulation

In ihrem Wahlprogramm beruft sich die Wählergemeinschaft „Friedliches Geiselhöring“ auf die „christlich-abendländische Prägung unserer Region“. Dieser Begriff des christlichen Abendlandes wird von National-Konservativen und Rechtsextremen benutzt, die behaupten, dieses Abendland müsse sich gegen eine drohende Islamisierung verteidigen. Diese Leute wollen nicht nur etwas verteidigen, was es so in der Form nie gegeben hat, sondern sie haben auch mit der Christlichkeit dieses Abendlandes gar nichts zu tun - sagen sogar die Kirchen. (https://katholisch.de/artikel/9468-das-christliche-abendland-ist-fiktion)

Für etwas anderes als Abgrenzung taugt der Begriff "christliches Abendland" nicht, er ist ein Kampf- und Ausgrenzungsbegriff, eine völlig unfundierte Fiktion. Er wird zu Manipulationen benutzt, jetzt auch von der Wählergemeinschaft „Friedliches Geiselhöring“. Damit will sich ein fiktives "Wir" von einem als gefahrvoll dargestellten "Nicht-Wir" abgrenzen. Das Nicht-Wir ist völlig egal, es sind immer die anderen und „Wir“, das sind die, die etwas verteidigen, von dem sie eigentlich nicht genau wissen, was es ist. Wenn man erlebt, dass die Wählergemeinschaft „Friedliches Geiselhöring“ und die mit ihr verbundene AfD, christliche Werte verteidigt, die sie selber nicht hochhält, dann kann man sich eigentlich nur wundern.

Völkischer Nationalismus ist unwählbar

Der Aufruf der Wählergemeinschaft „Friedliches Geiselhöring“, diese „Werte“ unseren Kindern vorzuleben, ihnen dadurch Klarheit und Verlässlichkeit zu geben, ist erschreckend. "Wir sagen mit aller Klarheit: Völkischer Nationalismus ist mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar. Rechtsextreme Parteien und solche, die am Rande dieser Ideologie wuchern, können für Christinnen und Christen daher kein Ort ihrer politischen Betätigung sein und sind auch nicht wählbar", so die Deutschen Bischofskonferenz (DBK).

Die Folgen solcher Prozesse sind in der Geschichte immer mit unsäglichem Leid und Grauen verbunden gewesen. Und wenn man es zulässt, droht es jetzt nicht anders zu werden.

Grundsätzen der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit

Heute leben wir mehr denn je in einem pluralistischen Europa, das nicht nur durch Sprachenvielfalt und regionale kulturelle Unterschiede geprägt, sondern auch Heimat für eine Vielfalt unterschiedlicher Religionen ist. „Geiselhöring bleibt bunt“ hält es da mit der „Charta der Grundrechte“ der Europäischen Union. Diese beschreibt die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rechte der europäischen Bürgerinnen und Bürger. In der Präambel der Charta heißt es: „In dem Bewusstsein ihres geistig-religiösen und sittlichen Erbes gründet sich die Union auf die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität. Sie beruht auf den Grundsätzen der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit. Sie stellt die Person in den Mittelpunkt ihres Handelns, indem sie die Unionsbürgerschaft und einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts begründet.“

Es ist unsere Aufgabe, diese Werte vorzuleben und zu verteidigen, damit sie in unserer Region, in der Europäischen Union und Europa, aber auch weltweit ein friedliches Zusammenleben der Völker und Gesellschaften ermöglichen.

Homepage SPD Geiselhöring

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