Allgemein
Religiöse wie politische Propaganda bedient sich seit jeher – neben dem gesprochenen oder geschriebenen Wort – auch visueller Mittel zur Diffamierung des vermeintlichen Gegners.
So kann die traditionelle Judenfeindschaft bzw. der moderne Antisemitismus auf ein ganzes Arsenal spezifischer Bilder von Juden und Judentum zurückgreifen, die über die Jahrhunderte hinweg gleichsam kodifiziert wurden und aufgrund ihres „Wiedererkennungswertes“ immer wieder – in jeweils modifizierter Form – aktualisiert werden können.*
Vor dieser bewussten wie unterbewussten Wirkungsmächtigkeit warnt „Geiselhöring bleibt bunt“ im Kontext des Kommentars der „Freien Wählergemeinschaft Friedliches Geiselhöring“ zum GSW-Vortrag zur Windkraft in Geiselhöring.
Besonders in bildungsfernen Gruppen wird das Bild zum Hauptmedium für den Transport antisemitischer Klischees. Eine einzige Zeitungskarikatur hat dabei oft eine vergleichbare, wenn nicht sogar größere Wirkung als ein ganzer Leitartikel.
*aus: Antisemitische Karikaturen und Cartoons, von Johannes Valentin Schwarz (aus der Didaktikmappe zur Ausstellung: Antijüdischer Nippes, populäre Judenbilder und aktuelle Verschwörungstheorien, JMH – 2005)
Das FACEBOOK-Portal „Geiselhöring bleibt bunt“ ist als erste Anlaufstelle für den neuen Helferkreis reaktiviert worden – Interessierte können sich hier anmelden und die neusten Infos abrufen.
Vergewaltigungen und Messerstechereien – Fehlanzeige!
Geiselhöring als „Flüchtlingsstadt“ – Freiwillige wollen Helferkreis bilden
Am vergangenen Mittwoch veranstaltete die Geiselhöring SPD ihre 2. Dialog-Veranstaltung des Jahres 2025 in der Taverne Korfu in Geiselhöring. Mit dem aktuellen Thema „Asylunterkunft in Geiselhöring - Ängste abbauen – der Hetze entgegentreten“ wurde eine große Gruppe interessierter Bürgerinnen und Bürger jeden Alters angesprochen. Als Gesprächspartner konnte mit Kreisrat und 2. Bürgermeister Martin Kreutz aus Mallersdorf-Pfaffenberg ein erfahrener Praktiker aus unserer Nachbargemeinde gewonnen werden. Kreutz hat vielfältige und langjährige Erfahrungen mit wesentlich größeren Asylbewerberunterkünfte und weiß, wie diese vor Ort organisiert werden müssen, damit die Integration von Asylbewerbern und Aufenthaltsberechtigten gelingt.
Remigrationskonzepte – Verfassungswidrig und gefährlich
Die Ideen in dem Flugblatt der Initiative „Für ein friedliches Geiselhöring“ zielen darauf ab, die öffentliche Meinung zu verändern. „Remigration“ – das bedeutet, dass Menschen, die nicht ins Bild der Initiatoren passen, aus Deutschland entfernt werden sollen. Hierbei handelt es sich um eine Haltung, die von rechtsextremen Gruppen propagiert wird.
Weiterhin Willkommenskultur statt rechter Leitkultur-Phantasien
Das Flugblatt der Initiative „Friedliches Geiselhöring“ fordert ein Ende der Willkommenskultur in Geiselhöring und begründet das mit einem „unerwünschten Kipppunkt“. Als Alternative bieten die Verantwortlichen eine „leitkulturelle Identität“.