Michael Meister!

100 Ideen für Geiselhöring: Ehrenamt

Veröffentlicht am 23.01.2026 in Allgemein

Stehen für Zusammenhalt, Solidarität und Engagement – kurz: das Ehrenamt! v.l. Marvin Kliem, Landesvorsitzender des Bayerischen Jugendrotkreuzes; Oskar Saller, SPD-Landratskandidat; Marco Lang, SPD-Ortsvorsitzender und Ludwig Kerscher SPD- Bürgermeisterkandidat in Geiselhöring

 

Zusammenhalt, Solidarität und Engagement

Ehrenamt als Grundpfeiler unserer Gesellschaftzu wenig Frei(Räume) in Geiselhöring

Die Geiselhöringer SPD lud am 22. Januar zum letzten Mal vor der Kommunalwahl zur Diskussionsrunde „100 Ideen für Geiselhöring“ in die Gaststätte „Tennis Stuben“ in Geiselhöring ein. Thema des Abends war das „Ehrenamt“ und Bürgermeisterkandidat und Stadtrat Ludwig Kerscher, Landratskandidat Oskar Saller, Stadt- und Kreisrat Josef Eisenhut, Marvin Kliem als Landesvorsitzender des Bayerischen Jugendrotkreuzes und weitere Vertreter des Ehrenamts diskutierten, wie man das Ehrenamt vor Ort unterstützen kann.

„Das Ehrenamt ist mehr als eine verlässliche Stütze in der Stadt – das Ehrenamt ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Wir setzen uns für eine Politik ein, die das ehrenamtliche Engagement in Vereinen, Elterninitiativen, in der Kultur- und Brauchtumspflege, in den Religionsgemeinschaften, Sozialverbänden, der Freiwillige Feuerwehr, den Gewerkschaften und politische Parteien stärkt und fördert - für ein lebendiges, buntes und demokratisches Gemeinwesen in Geiselhöring“, so Bürgermeisterkandidat Ludwig Kerscher in seiner Begrüßung. Ludwig Kerscher ist u.a. 1. Vorsitzender des Hadersbacher Schützenvereins und konnte eine Auflösung des Vereins verhindern, indem er Ausweichtrainingsmöglichkeiten im Hart bei Laberweining fand, nach dem das Vereinslokal geschlossen wurde. „Wir haben uns auf die Zusage der Stadt verlassen, ein Gemeinschaftshaus zu bauen, wo die Schützen eine neue Heimat finden können – darin wurden wir leider enttäuscht und nun bemühe ich mich darum, dass die Hadersbacher Vereine in einer Gemeinschaftsleistung ein solches Haus zustande bringen“, so Kerschers Schlusssatz.

Die Jugend braucht Vertrauen

Auch Landratskandidat Oskar Saller berichtete über seine Erfahrungen im Ehrenamt – das er seit seinem 16. Lebensjahr ausfüllt. Neben Schützenverein, Freiwilliger Feuerwehr und einem Theaterverein, war es vor allem die „Freie Jugend“ in Oberalteich, die in geprägt habe, so Saller in seinem Grußwort. Er habe in diesen Aufgaben viel gelernt, wichtige Erfahrungen gesammelt und schloss mit Bezug auf die Erzählung von Ludwig Kerscher mit den Worten: „Vor allem die Jugend muss ihm Ehrenamt wachsen können. Dafür braucht es Vertrauen!“

Dass dieses Vertrauen immer mehr schwinde und zu Enttäuschungen und Frust führe, sei ein Zeichen der Zeit aber auch hausgemacht. Saller bezog sich hier auf die Schließung des Jugendtagungshauses in Geiselhöring, dass „trotz schwarzer Zahlen von heute auf morgen geschlossen wurde“. Dies sei ein harter Schlag für alle Jugendverbände der Region gewesen, denn es fehle seitdem an einer nahegelegenen Schulungs-, Ausbildungs- und Freizeitmöglichkeit.

Jugendtagungshaus in Geiselhöring muss wieder her

Marvin Kliem, Landesvorsitzender des Bayerischen Jugendrotkreuzes, konnte dem nur zustimmen. „Nun suchen wir passende Räumlichkeiten für unsere Kurse für bis zu 40 Jugendlichen in den Landkreisen Dingolfing-Landau, Regen oder noch weiter weg. Dies wäre für viele Eltern, die ihre Kinder fahren müssten, eine große Zumutung und die Teilnehmerzahlen würden darunter sehr leiden.

Kliem brach aber auch eine Lanze für das Ehrenamt, vor allem im „Blaulichtsektor“. Hier sprach er auch die fehlende Helfergleichstellung an. Es würden die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr deutlich besser abgegolten, als die z.B. des Roten Kreuzes. Gerade die Arbeitgeber würden hier weniger Verständnis aufbringen. Abschließend stellte Kliem die im „Zukunftspakt Ehrenamt“ verbesserten Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement vor: Die Ehrenamtspauschale und die Übungsleiterpauschale wurden erhöht, die Haftungsprivilegierung für ehrenamtlich Tätige vereinheitlicht. Gemeinnützige Vereine profitieren von höheren steuerlichen Freigrenzen und vereinfachten Nachweispflichten.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler einfache, schlanke und klare Strukturen für ihre Arbeit bräuchten. Bürokratische Hürden müssten abgebaut werden, um Solidarität und Engagement zu erhalten bzw. zu fördern. Insbesondere für Geiselhöring wurde wiederum deutlich, dass es an den nötigen Frei(Räumen) mangele, um wichtige Grundaufgaben (wie etwa 1. Hilfe-Kurse) oder wünschenswerte Aktivitäten kleinerer Vereine, die keine eigenen Räume vorhalten, möglich zu machen. Die anstehende Kommunalwahl müsse für die kommenden sechs Jahre hier die richtigen Weichen stellen.

Homepage SPD Geiselhöring

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