Michael Meister!

Rettungsplan für Klinik Bogen

Veröffentlicht am 26.01.2026 in Wahlen

Diskutierten den Rettungsplan mit Landratskandidat Oskar Saller (Mitte): Stadtrat und Bürgermeisterkandidaten Ludwig Kerscher(li.), Ortsvorsitzende Barbara Kasberger (li., verdeckt) und Marco Lang (2.v.re.) und die Kandidaten der Stadtratsliste

 

Rettungsplan für Klinik Bogen nach „Westersteder Vorbild“

Oskar Saller fordert Pilotprojekt – SPD-Fraktion steht geschlossen hinter ZMZ-Initiative

Beim Kandidaten-Treffen der Geiselhöringer SPD am vergangenen Sonntag im Gasthaus Hagn in Sallach und nach den ausführlichen Berichten u.a. im Straubinger Tagblatt (Ausgabe vom 20.01.2026) zur existenzbedrohenden Lage der Klinik Bogen, informierte SPD-Landratskandidat Oskar Saller die beiden Ortsvorsitzenden Barbara Kasberger und Marco Lang sowie Stadtrat und Bürgermeisterkandidaten Ludwig Kerscher zu seiner weitreichenden Initiative. 

Saller fordert die Transformation der Klinik Bogen in ein Pilotprojekt für Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) – orientiert am niedersächsischen Musterbeispiel „Westerstede“. Der SPD-Landratskandidat berichtete, dass die gesamte SPD-Kreistagsfraktion geschlossen hinter diesem Vorstoß stehe und Sallers Konzept als „echten Befreiungsschlag“ bezeichnet.

Oskar Saller erklärte, dass er bereits mit dem Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius, in Kontakt getreten ist, um das Potenzial der Klinik Bogen zu untermauern. Orientierung bietet dabei das Pilotprojekt im niedersächsischen Westerstede, das ein Musterbeispiel für die Verzahnung ziviler und militärischer Gesundheitsstrukturen ist. „Wir brauchen diesen Hilfsbeistand aus Berlin dringend, um den Standort krisenfest zu machen“, erklärt Oskar Saller.

Vernetzung der Standorte: Bogen, Feldkirchen und Regen

Für Saller ist die Klinik Bogen der ideale Knotenpunkt für die Bundeswehr in Ostbayern. Die Kooperation soll die Graf-Aswin-Kaserne in Bogen, das Sanitätslehrregiment in Feldkirchen sowie den Standort Regen(Panzergrenadierbataillon 112) einbinden. Eine Klinik, die als spezialisierter ZMZ-Partner fungiert, garantiert den Bürgern im Landkreis eine medizinische Ausstattung auf Top-Niveau.

Auch Oberfeldarzt Dr. Robert Töpsch, Leiter des SanVersZ Feldkirchen findet die Idee gut. Er bescheinigt in einem Schreiben, dass durch gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen und natürlich gemeinsame Patienten jetzt schon auf der Arbeitsebene ein Niveau erreicht sei, dass auch in Krisen-/Katastrophenzeiten ein reibungsloses Miteinander zum Nutzen aller, die dann medizinische Hilfe brauchen, garantiert werde.

Töpsch bestätigte, dass im Zuge der nun geltenden Wehrdienstlage der Standort Feldkirchen bis 10/2026 zwei zusätzliche Grundausbildungskompanien erhalten werde. Dies bedeute alleine in der Gäubodenkaserne einen Zuwachs von knapp 600 Soldaten, die potentiell auch zeit- und damit standortnah stationär behandelt werden müssten (Knochenbrüche, Kopfverletzungen, Infektionskrankheiten, Sportunfälle etc.). Aber auch die Standorte Bogen und Regen würden aufwachsen. Es handele sich hierbei um Sanitäts-, Pionier- und Grenadier-/Kampftruppen, die in der Region stationiert seien, also in einem Krisenfall die wesentlichsten Bestandteile unserer Landstreitkräfte bilden würden.

Der Oberfeldarzt zeigt sich vom Konstrukt Klinik Bogen und ihrem – womöglich massiv unterschätzten und zukünftig gewiss noch höheren – Wert, sowohl für die hiesige Bevölkerung (Stichwort Alterspyramide, Stichwort Hausarztsterben), als auch die Bundeswehrangehörigen in der Region, zu 100% überzeugt und unterstützt daher mit Nachdruck alle Bemühungen um einen Erhalt dieser Versorgungskapazität.

SPD- Bürgermeisterkandidaten Ludwig Kerscher findet deutliche Worte der Unterstützung für den Kandidaten: „Das ist genau der Landratskandidat, den wir jetzt gebraucht haben! Oskar Saller zeigt den Mut und die Vernetzung, die es braucht, um unsere Klinik aus der Krise zu führen. Seine Idee ist ein Paradebeispiel für moderne Politik, die über den Tellerrand hinausschaut.“

Oskar Saller setzt in dieser wichtigen Sache auf ein Miteinander: „Ich lade die Verantwortlichen im Landkreis, die Klinikleitung und die Bundeswehr ein, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Mit der Unterstützung aus Berlin, der vollen Rückendeckung meiner Fraktion und dem Rückhalt der regionalen Bundeswehr-Standorte haben wir die historische Chance, das Krankenhaus Bogen dauerhaft zu sichern. Wir lassen unsere Klinik nicht allein.“

Homepage SPD Geiselhöring

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